Als Laleh mit 23 Jahren 2005 ihr erstes Album veröffentlichte, das ihren Namen trägt, da überschlugen sich die Kritiker mit enthusiastischen Rezensionen. Nicht nur, dass sich auf dem Album der Göteborgerin mit persischem Migrationshintergrund Songs in drei Sprachen (Englisch, Schwedisch, Persisch) befanden, nein, es war eine erfrischende, vielseitige Mischung aus Pop und der schwedischen Liedermachertradition, in der vor ihr so musikalische Schwergewichte wie Evert Taube oder Cornelis Vreswijk gestanden haben. Das erinnert zwar ein wenig an Lisa Ekdahl, aber bei genauerem Hinhören wurde klar, dass Laleh Lisa Ekdahls eher belangloses Geplätscher bei weitem in den Schatten stellte.
Mit "Laleh" gewann die Künstlerin gleich die Preise "Künstlerin des Jahres" und "Newcomer des Jahres" im Rahmen der schwedischen ECHO-Entsprechung Grammisgalan.
Bei der alljährlichen Umfrage des wichtigen schwedischen öffentlichen Popradios P3 wurde sie ebenfalls Siegerin in der Kategorie "weibliche Künstlerin des Jahres".
Das zweite Album ist immer das Schwerste. Das wissen alle, die mit ihrem Erstling unerwarteten Erfolg gehabt haben. Aber auch auf der letztjährigen Silberscheibe "Prinsessor" (Prinzessinnen) befinden sich wieder Ohrwürmer der besonderen Art, u.a. die aktuelle Single "Call On Me". Laleh ist derzeit auf Tournee in Schweden und war auch am 30.03. auf den Umeå Open, wo sie mit ihrer Band in einem randvollen Idun vor ca. 1.500 Leuten spielte.
Die Geschichte der 24-Jährigen aus dem eher als sozialen Brennpunkt betrachteten Göteborger Stadtteil Hammarkullen ist ein weiteres kleines Märchen, leider gibt es noch zu wenige. Aber ihr Erfolg, ihre Ausstrahlung und ihre positive Energie dürften besonders vielen Mädchen mit persisch-arabischem Migrationshintergrund in Schweden sehr viel Mut machen.
Und wer sie noch nie gesehen oder gehört hat: Hier ist sie mit einem Livemitschnitt von den Umeå Open mit ihrer aktuellen Single "Call On Me".
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