Freitag, 27. April 2007

Architecture In Helsinki: Do The Whirlwind

Erst heute hörte ich von der australischen Band "Architecture in Helsinki". Hier sind sie mit einem Stück von ihrem letzten Album "In Case We Die". Und danke für den Tip, J!

Dienstag, 24. April 2007

Pop/Rock aus Schweden 6: The Concretes

Nachdem hier letzte Woche mit Sahara Hotnights eine Frauenband vorgestellt wurde, deren neues Album "What If Leaving Is A Loving Thing" sehr gute Rezensionen bekommen hat, folgen heute The Concretes, bei denen Frauen auf jeden Fall im Vordergrund stehen.

Das neue Album der Band heisst "Hey Trouble" und ist vor gut drei Wochen in den Läden in die Regale gefüllt worden. Die Scheiben der acht Personen starken Band erscheinen auf einem eigenen Label (Licking Fingers), weshalb man die Musik Indiepop nennen darf.

Gründungsmitglied Victoria Bergman stieg letztes Jahr aus und setzt nun auf eine Solokarriere. Das hatte zur Folge, dass die Concretes eine neue Sängerin brauchten und fanden in Schlagzeugerin Lisa Millberg.

Erste Singelauskopplung ist "Kids", das Album erscheint in Deutschland am 08. Juni. In den USA waren "The Concretes" als Vorgruppe für die Thrills unterwegs, in Grossbritannien spielten sie im Vorprogramm von "The Magic Numbers".

Nicht mein Geschmack, aber ein weiterer Beitrag aus Schweden.

Arcade Fire: No Cars Go (Live)

Die zur Zeit aufregendste Band der Welt - live.

Montag, 23. April 2007

The Fray: How To Save A Life

Wieder einmal ein Song aus der Fernsehserie "Grey's Anatomy", die ich NICHT anschaue. Die Band aus Denver schaffte damit in den USA einen neuen Rekord. Das gleichnamige Album "How To Save A Life" (2005, erscheint jetzt in Europa) ist das erfolgreichste Download-Album in der noch jungen Geschichte dieser Art des Musikbezugs in den USA.

Freitag, 20. April 2007

Dienstag, 17. April 2007

Pop/Rock aus Schweden, Folge 5: Sahara Hotnights

Robertsfors ist eine verdammt kleine Stadt und sie liegt in der Landschaft Västerbotten, irgendwo zwischen Umeå und Skellefteå.

Die Schwestern Jennie und Johanna Asplund, Maria Andersson und Josephine Forsman kommen alle aus dem kleinen Ort und schon mit 10-11 Jahren gründeten sie ihre Band Sahara Hotnights, die ein paar Jahre später den Talentwettbewerb "Norrans popfest" gewann. Dazu gehörte ein Schallplattenvertrag, der Rest ist schon fast Geschichte...

Mit "Jennie Bomb", dem zweiten Album, das 2001 erschien, schaffte es die Frauenrockband sogar über die schwedischen Grenzen hinaus und ging auf eine kleine Welttournee.

Jetzt ist gerade das neue Album erschienen und die Single-Auskopplung "Cheek To Cheek" schaffte es auf Platz 1 der populären Tracks-Listan beim Radiosender P3.
Gefälliger Indie-Mainstreamrock aus der tiefsten schwedischen Provinz.

Am 01.05. spielen Sahara Hotnights im Stockholmer Debaser Medis.

Hier sind sie mit "Cheek To Cheek" live auf der Grammisgalan vor einigen Wochen:

Dienstag, 10. April 2007

Pop/Rock aus Schweden, Folge 4: Salem al Fakir

Nachdem ich gestern hier Laleh kurz vorgestellt habe, las ich einen Artikel im lokalen Anzeigenblatt über einen Mann, der nicht weit entfernt von mir wohnt und der auch ein Shootingstar mi Migrationshintergrund ist: Salem al Fakir.

25 Jahre alt. Salem begann mit vier Jahren, Geige zu spielen und erreichte beachtliche Erfolge, unter anderem spielte er Konzerte in Russland. Mit 15 hatte er dann keine Lust mehr und setzte sich stattdessen ans Klavier. Auf dem Gymnasium Södra Latin (da war ich noch vor ein paar Wochen) besuchte Salem ein spezielles Musikprogramm und beschäftigte sich viel mit Jazz, Fusionjazz.

Salem spielt in der Jazzband Öran Hulthén Trio & Fakir Karlsson, begann aber kürzlich auch solo zu arbeiten, mit atemberaubendem Erfolg. Auf seiner gegenwärtigen Tournee bezaubert er sein Publikum und war, wie auch Laleh, am 30.03. zu Gast auf den Umeå Open.

Im Januar 2007 erschien sein Debutalbum mit dem vielversprechenden Titel: "This Is Who I Am".

Hier ist ein Video aus der Nachrichtensendung "Nyhetsmorgon" (TV 4) mit Salem und seiner Singel "Good Song".

Montag, 9. April 2007

Pop/Rock aus Schweden, Folge 3: Laleh

Als Laleh mit 23 Jahren 2005 ihr erstes Album veröffentlichte, das ihren Namen trägt, da überschlugen sich die Kritiker mit enthusiastischen Rezensionen. Nicht nur, dass sich auf dem Album der Göteborgerin mit persischem Migrationshintergrund Songs in drei Sprachen (Englisch, Schwedisch, Persisch) befanden, nein, es war eine erfrischende, vielseitige Mischung aus Pop und der schwedischen Liedermachertradition, in der vor ihr so musikalische Schwergewichte wie Evert Taube oder Cornelis Vreswijk gestanden haben. Das erinnert zwar ein wenig an Lisa Ekdahl, aber bei genauerem Hinhören wurde klar, dass Laleh Lisa Ekdahls eher belangloses Geplätscher bei weitem in den Schatten stellte.

Mit "Laleh" gewann die Künstlerin gleich die Preise "Künstlerin des Jahres" und "Newcomer des Jahres" im Rahmen der schwedischen ECHO-Entsprechung Grammisgalan.

Bei der alljährlichen Umfrage des wichtigen schwedischen öffentlichen Popradios P3 wurde sie ebenfalls Siegerin in der Kategorie "weibliche Künstlerin des Jahres".

Das zweite Album ist immer das Schwerste. Das wissen alle, die mit ihrem Erstling unerwarteten Erfolg gehabt haben. Aber auch auf der letztjährigen Silberscheibe "Prinsessor" (Prinzessinnen) befinden sich wieder Ohrwürmer der besonderen Art, u.a. die aktuelle Single "Call On Me". Laleh ist derzeit auf Tournee in Schweden und war auch am 30.03. auf den Umeå Open, wo sie mit ihrer Band in einem randvollen Idun vor ca. 1.500 Leuten spielte.

Die Geschichte der 24-Jährigen aus dem eher als sozialen Brennpunkt betrachteten Göteborger Stadtteil Hammarkullen ist ein weiteres kleines Märchen, leider gibt es noch zu wenige. Aber ihr Erfolg, ihre Ausstrahlung und ihre positive Energie dürften besonders vielen Mädchen mit persisch-arabischem Migrationshintergrund in Schweden sehr viel Mut machen.

Und wer sie noch nie gesehen oder gehört hat: Hier ist sie mit einem Livemitschnitt von den Umeå Open mit ihrer aktuellen Single "Call On Me".