Keane: Perfect Symmetry
Ich weiss, ich weiss. Die Kritiker sind gespalten, was die Jungs aus Battle (East Sussex) angeht. Man hat sie Adepten von Radiohead und/oder Coldplay genannt, die gitarrenlosen Popper von der Insel.
Zu Unrecht. Chris Martin, Frontfigur von Coldplay, soll indes versucht haben Tim Rice-Oxley, den Keyboarder und musikalischen Kopf von Keane vor etlichen Jahren zu Coldplay zu holen. Rice-Oxley sagte No und gründete stattdessen seine eigene Band mit den beiden Schulfreunden Richard Hughes und Tom Chaplin.
"Perfect Symmetry" ist das dritte Album nach "Hopes And Fears" (2004) und "Under The Iron Sea" (2006) und Keanes Stimme Tom Chaplin ist wieder drogenfrei. Und seine Stimme ist so ziemlich einzigartig in der gegenwärtigen Popmusik. Manchmal erinnert er an Freddy Mercury und auch wenn seine Bühnenpräsenz durchaus verbesserungsfähig ist, wird man bisweilen neidisch: Wow, was kann dieser Typ singen.
Das neue Album enthält wiederum einige erstklassige Nummern, mit "Spiralling" definitiv einen der Songs des Jahres und da unter den elf Liedern des Albums mit u.a. "Lovers Are Losing" und "Black Burning Heart" einfach stärkere Stücke sind als auf dem ebenfalls dieses Jahr erschienenen Album von Coldplay, ist Keane und nicht Coldplay in der Auswahl.
Beim Konzert in der Halle Annexet, einem Anbau des golfballählichen Globen, war der
Saal nur halb voll, was vor allem an der schlechten Promotion des lokalen Veranstalters lag. Coldplay füllte zweimal die Hauptarena, dabei sind die Adepten dabei, vorbeizuziehen, zumindest musikalisch.
"Spiralling" live in Stockholm am 01. November 2008.
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