Beim diesjährigen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (der am Samstag mit dem großen Finale im Stockholmer Globen endet) sind sie die klaren Favoriten auf den Sieg mit ihrem Song "The Worrying Kind".
Die Band aus Växjö um den singenden Pfarrerssohn Ola Salo.
Den Namen gab Ola seiner Truppe weil er davon überzeugt war, dass die Welt sich dem unvermeidlichen Untergang nähern würde, vielleicht hat er ja sogar Recht, wenn man sich den aktuellen Zustand unseres Klimas anschaut... Retten kann man sich dann nur mit einer Arche wie der gute alte Noah.
The Ark.
Gemeinsam Musik machen die sechs Herren aus Småland seit Anfang der 90er Jahre. Kritiker sind immer schnell bei der Vergabe von Etiketten und eine Mehrheit von ihnen scheint sich auf die Schublade Glamour-Rock geeinigt zu haben. Der offen bisexuelle Ola Salo ist Ausdruck des Glamours, stark geschminkt, oft mit nacktem Oberkörper mit einer Federboa geschmückt, legt der bald 30-Jährige auf der Bühne ein beachtliches Laufpensum hin. Aber auch die Bühnenkostüme der anderen lassen an Kreativität und Exzentrik in der Regel nichts zu wünschen übrig. Wer jetzt immer noch nicht weiß, was Glamrock sein soll, dem seien Namen wie The Slade (70er), David Bowie (60er bis heute), Gary Glitter (70er) entgegengerufen. Auch Queen zählt gemeinhin zu den Glamrockern.
Die Teilnahme am Eurovision Song Contest ist natürlich unter den Fans der Band nicht unkontroversiell. Aber Ola Salo hat damit keine Probleme. "Falls wir letzter werden sollten, könnten wir auf unsere nächste CD ein Etikett mit der Aufschrift 'In der ersten Runde des ESC ausgeschieden' kleben, so wie das Magnus Uggla schon einmal gemacht hat."
Befragt nach seinen Lieblingssongs aus diesem Kontext kommt die teils überraschende Auskunft:
"Ein bisschen Frieden" von Nicole, A-Ba-Ni-Bi und Hallelujah aus Israel und Ding-A-Dong aus Holland. Ich mag Schlager und insgesamt gibt es eine Menge toller Stücke."
Über die Grenzen von Schweden hinaus hat die Band Fans in Europa, Asien und Amerika, allerdings eher in relativ bescheidenem Umfang. Der deutsche Markt ist wichtig wie für alle europäischen Künstler und in Deutschland haben The Ark immer wieder ihre Zelte aufgeschlagen.
Ein interessantes Interview auf Deutsch gibt es bei Soundmag.
Und hier das Video zur Band, um auch einen optischen und akustischen Eindruck zu bekommen, falls ihr die Archenbewohner noch gar nicht kennen solltet. Ein Ohrwurm von ihrem ersten Album "We Are The Ark" (2000):
It Takes A Fool To Remain Sane
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